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Montag, 23.02.2015

"Die Zeit auf der Tribüne war hart"

Fast 10 Wochen musste ich nach meiner Verletzung im Spiel gegen Eintracht Frankfurt pausieren – das war keine einfache Zeit für mich.

Du arbeitest während der Reha bis zu 8 Stunden pro Tag für das Comeback und fühlst dich wie ein Einzelsportler. Das ist aber auch wichtig um Abstand zu gewinnen und dich mental wieder aufzubauen. Nach so einem Tiefschlag geht es nicht darum so schnell als möglich, sondern richtig fit zu werden und vor allem geduldig zu bleiben.

Ich bin jedenfalls super versorgt gewesen und möchte mich bei der medizinischen Abteilung von Werder, bei Chris Ogris und Mike Steverding bedanken, die mich auf meinem Weg zurück optimal unterstützt haben. Wenn es überhaupt einen idealen Zeitpunkt für eine Verletzung gibt, dann kurz vor der Winterpause, weil man dann doch nicht gleich eine halbe Saison verliert.

Ich war auch nicht im Mindesten verärgert, weil ich gegen Schalke nicht in der Startelf stand. Im Gegenteil - ich habe mich sehr gefreut, einfach wieder im Kader dabei zu sein. Mein Ziel für die nächste Trainingswoche wird es sein auf 100 % zu kommen. Natürlich will ich bald wieder von Beginn an spielen. Ich bin Sportler und ehrgeizig, aber ich darf nicht ungeduldig werden.

Die Sekunden nach meinem Tor auf Schalke waren sehr emotional und haben die Freude über das Comeback noch verstärkt. Ich war froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte die Serie zu retten.

Es war schon hart, auf der Tribüne zu sitzen und zuzusehen, wie es auch ohne einen selbst so gut läuft. Aber nicht, weil man den Teamkollegen den Erfolg nicht gönnt, sondern die große Sehnsucht da ist, bei den Siegen auch dabei zu sein und mitfeiern zu können.

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