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Dienstag, 30.08.2011

Nicht nominiert, aber doppelt motiviert!

Die Länderspielpause werde ich nützen, um weiter an meiner Fitness zu feilen.

Es ist schade, daß ich bei den Länderspielen gegen Deutschland und Türkei nicht dabei sein kann – aber ich werde die nächsten zwei Wochen sinnvoll nützen, um wieder auf 100 % meiner Leistungsfähigkeit zu kommen. Am Montag wurden im Training Laktat-Tests durchgeführt, um die individuellen Belastungsgrenzen zu ermitteln und das Training noch besser steuern zu können. Für Werder und auch für mich persönlich war der Start in die neue Saison sehr, sehr positiv. Noch vor einem Monat hätte ich nach meiner langen Verletzungspause nicht damit gerechnet, schon im August zwei Einsätze zu bekommen. Am Dienstag ist das eingetreten, was viele schon vermutet haben, aber letztendlich doch überraschend war: Unser Kapitän Per Mertesacker wird ab sofort zu Arsenal London wechseln. Für den Verein, die Fans und für mich persönlich ist der Abschied von Per ein Riesenverlust - nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Ich drücke Per fest die Daumen, dass er sich in London seine Träume erfüllen kann und bin sehr stolz, dass ich mit einem so tollen Spieler zusammen spielen durfte. Ich wünsche unserem Nationalteam am Freitag gegen Deutschland alles Gute, aber es muss jedem klar sein muss, dass es sehr schwer wird, gegen diese Topmannschaft zu bestehen. Auch wenn ich diesmal nicht nominiert wurde, bin ich doppelt motiviert bald wieder dabei zu sein. Vielleicht klappt es ja schon in den Länderspielen im Oktober. Das Match gegen Deutschland werde ich live im TV anschauen, obwohl ich natürlich viel lieber selbst in Gelsenkirchen meinem Team helfen würde. Nach drei Siegen in den ersten vier Bundesligarunden ist die Stimmung im Verein und in der Mannschaft sehr gut. Da ist das kommende Nord-Derby gegen den Hamburger SV eine ganz besondere Herausforderung. Wir dürfen uns durch den schlechten Start des HSV nicht täuschen lassen und müssen auf die Euphoriebremse treten. Die Hamburger könnten sich gerade gegen Werder rehabilitieren und werden alles dran setzen, die letzten Niederlagen vergessen zu machen. Wir müssen höllisch aufpassen, denn HSV hat noch immer eine Mannschaft mit viel Qualität und Erfahrung. Die Rivalität zwischen Bremen und Hamburg ist groß, da kommt ein Spiel mit viel Brisanz auf uns zu. Besonders freue ich mich, dass Martin Leonhardt, mein Arzt, der mich in Graz am Gesäßmuskel operiert hat, gegen den HSV live im Weser-Stadion sein wird. Da kann er sich gleich vor Ort davon überzeugen, daß seine Operation ein voller Erfolg war.

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